Ein besonderer Konzertabend in der Berliner Segenskirche
Was für ein Abend in der Berliner Segenskirche! Die Kirche war sehr gut besucht, das Publikum aufmerksam und offen – und am Schluss gab es Standing Ovations. Wir haben uns riesig gefreut.
Mit „Maiden Voyage“ haben wir das Konzert eröffnet. Der Titel bedeutet „Jungfernfahrt“ – und genau so sollte sich der Anfang anfühlen: wie eine gemeinsame musikalische Reise, auf die wir unser Publikum mitnehmen.
Während des Abends hat Shawn erzählt, was uns bei „Jazz in Sacred Spaces“ wichtig ist. Wir kommen nicht einfach, um ein Konzert „abzuliefern“. Wir möchten gemeinsam mit dem Publikum eine Zeit gestalten, in der wir uns wohlfühlen und die uns Kraft und Mut schenken kann. Dass unsere Musik und diese Idee in der Segenskirche so gut angekommen sind, hat uns sehr bewegt.
Ein Stück, das an diesem Ort besonders gut zur Geltung kam, ist „Choral“. Für mich, Wolf, ist es mit einem ganz bestimmten Ort verbunden: Ich habe es 2012 im Kloster Marienmünster geschrieben, dessen Atmosphäre mich stark geprägt hat. Wir haben uns dort des Öfteren zum Proben und für die Vorbereitung unserer Konzerte und Touren zurückgezogen. „Choral“ ist auch der erste Track unserer CD „Altas Horas“.
Hier ein kurzer Ausschnitt aus dem Konzert:
Zum Abschluss haben wir „Hymn to Freedom“ gespielt. Oscar Peterson komponierte das Stück 1962; den Text schrieb später Harriette Hamilton. Der Song wurde zu einer wichtigen Hymne der Bürgerrechtsbewegung der 1960er-Jahre. Seine Botschaft von Freiheit und Gleichberechtigung passt zu dem, was wir an diesem Abend mit dem Publikum teilen wollten. Mit diesem Stück wollten wir unsere Botschaft in die Welt hinaussenden. Die Reaktion des Publikums hat uns gezeigt, dass sie angekommen ist.
Nach dem letzten Ton war der Abend für uns noch nicht vorbei: Bei einem Glas Rotwein haben wir CDs signiert und mit den Konzertbesuchern gesprochen. Diese Begegnungen waren ein schöner Ausklang.
Eingeladen hatte uns Beate Meyer-Münch, die neue Kirchenmusikerin der Segensgemeinde – und Wolfs Schwester. Gemeinsam mit dem Team der Gemeinde hat sie den Abend hervorragend organisiert. Liebe Beate, liebes Team: Danke für die Einladung, den herzlichen Empfang und alles, was ihr möglich gemacht habt.
Wir sind mit großer Dankbarkeit aus Berlin zurückgekehrt. Es hat uns glücklich gemacht, dass unsere Musik und unsere Idee von „Musik in besonderen sakralen Räumen“ an diesem Abend so gut aufgegangen sind.
Die Geschichte geht weiter.
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— English Version —
When Jazz Meets Sacred Spaces
A special concert evening at Berlin’s Segenskirche
What an evening at Berlin’s Segenskirche! The church was very well attended, the audience attentive and open—and at the end, we received a standing ovation. We were overjoyed.
We opened the concert with “Maiden Voyage”. The title suggests a first journey, and that is exactly how we wanted the evening to begin: as a shared musical journey that we could take our audience on.
During the concert, Shawn spoke about what matters to us in “Jazz in Sacred Spaces”. We don’t simply show up to deliver a concert. We want to create a shared experience with the audience—a time when we can all feel at ease and find strength and courage. It moved us to see how warmly our music and this idea were received at the Segenskirche.
One piece that felt especially at home in this setting was “Choral”. For me personally, it is tied to a very special place. I composed it in 2012 at Kloster Marienmünster, whose atmosphere had a strong influence on me. We often returned there to rehearse and prepare for our concerts and tours. “Choral” is also the first track on our CD “Altas Horas”.
Here is a short excerpt from the concert:
“Choral” by Wolf Meyer | Jazz in Sacred Spaces, Berlin
We closed the concert with “Hymn to Freedom”. Oscar Peterson composed the piece in 1962, and Harriette Hamilton wrote the lyrics later. The song became an important anthem of the civil rights movement of the 1960s. Its message of freedom and equality reflects what we wanted to share with the audience that evening. We wanted to send that message out into the world with this piece. The audience’s response showed us that it had reached them.
The evening did not end with the last note. Over a glass of red wine, we signed CDs and chatted with audience members. Those conversations were a lovely way to round off the night.
We were invited by Beate Meyer-Münch, the new cantor of the Segensgemeinde—and Wolf’s sister. Together with the congregation’s team, she did a wonderful job organizing the evening. Dear Beate and team: thank you for inviting us, for your warm welcome, and for everything you did to make the concert possible.
We returned from Berlin feeling deeply grateful. It made us so happy that our music and our idea of “music in special sacred spaces” came together so beautifully that evening.